19. Ju Jitsu Stage mit Hanshi Charlie Lenz, 9. DAN JJ, vom 26.11.2016

Mittwoch, September 21st, 2016 | Ju Jitsu Anlässe | Kommentar verfassen

Am 26. November 2016 findet bei uns die diesjährige Ju Jitsu Stage mit Hanshi Charlie Lenz, 9. DAN Ju Jitsu, statt. Die Stage steht unter dem Motto: Einfache bis komplexe Atemi-Kombinationen unter Einbezug der Kyusho-Punkte.

Infos zur Anmeldung und weitere Details unter:

ausschreibung-charlie-lenz-26-11-2016-in-aarau

Meister fallen nicht vom Himmel

Samstag, Juli 9th, 2016 | Blog | Kommentar verfassen

Ich möchte etwas können… Nämlich ganz viele Fremdsprachen sprechen, ohne diese vorgängig erlernen zu müssen. Am liebsten hätte ich eine Fernbedienung. Damit könnte ich dann auf Knopfdruck die Sprache auswählen, die ich gerade sprechen und verstehen möchte. Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch etc. Tja, wenn es doch nur so einfach wäre. Meister fallen bekanntlich nicht vom Himmel… Und ohne dass ich eine Fremdsprache mit Neugier, Freude und einem gewissen Fleiss erlerne, werde ich sie wohl auch nie sprechen. An dieser Stelle seien die Ausnahmen erwähnt, die es immer wieder gibt. Ein paar wenige Naturtalente, bei denen Neugier und Freude ausreicht und die ohne grossen Fleiss ihre Ziele erreichen, sind sicher zu finden. Aber diese sind in der Minderheit. Alle anderen Menschen müssen üben, üben, üben, um in einer Disziplin voran zu kommen. Und genauso ist es auch, wenn man sich z.B. entscheidet, eine Kampfkunst zu erlernen. In meinem Fall war dies vor 20 Jahren „Ju-Jitsu“. Ich war fasziniert von diesen harmonischen und doch wirkungsvollen Bewegungsabläufen und wusste, dass ich das auch können will.

Als ich mit Jiu begonnen habe, liessen meine Koordination und Kondition sehr stark zu wünschen übrig. Sport war bis zu diesem Moment eher ein Fremdwort für mich bzw. die damit gemachten Erfahrungen waren mit schlechten Gefühlen verbunden. Im ersten Jiu-Probetraining kam ich nicht nur konditionell komplett an meine Grenze, auch die Bewegungsabläufe waren mir fremd. Ich konnte zu diesem Zeitpunkt kaum einen Ball fangen (in meiner Jugend sind mir wirklich ganz viele Bälle an den Kopf geflogen, ich war motorisch nicht sehr geschickt). Im Jiu sollte ich jetzt aber komplexe Techniken sowohl mit meiner starken Seite (ich bin Rechtshänderin) wie auch mit meiner schwachen Seite (links) ausführen. Bei den anderen hat alles so einfach ausgesehen. Ich konnte die vorgezeigten Techniken jedoch kaum umsetzen. Neben den bereits beschriebenen Schwierigkeiten sei an dieser Stelle auch noch der schlimme Muskelkater erwähnt. Am Tag nach dem Training konnte ich jeweils kaum noch aus dem Bett kriechen. Aber ich wollte unbedingt Jiu lernen, und bei mir sollte es genauso gut aussehen wie bei den anderen. Ich wollte ein kleiner Steven Seagal, Jean-Claude Van Damme, Walker Texas Ranger (einfach alles in weiblicher Form) sein. Mir blieb nichts anderes übrig, als fleissig die Trainings zu besuchen und zu lernen. Und siehe da, plötzlich wurde die Koordination besser, und sogar das Fangen von Bällen im Turnunterricht hat auf einmal funktioniert J. Auch die Kondition wurde besser, und der Muskelkater nahm ab.  Diese Erfolge zeichneten sich jedoch nicht über Nacht ab. Es dauerte ein paar Jahre, bis ich für mich sagen konnte, dass sich der Fleiss gelohnt hat, und ich mich Steven Seagal und Co. ein wenig näher fühlte. Doch auch nach 20 Jahren Jiu gibt es noch so unglaublich viel, das ich lernen und optimieren kann. In unserer schnelllebigen Zeit bleibt man oftmals nicht an etwas dran, wenn der Anfang harzig ist. Die Medien zeigen uns gerne die wenigen Ausnahmetalente, die ohne grossen Fleiss und Aufwand zum Erfolg gekommen sind. Ich denke, dass es im Jiu fast allen Anfängern ähnlich ergeht wie mir damals, wenn sie das erste Mal in unserem Dojo sind. Man vergleicht sich am Anfang gerne mit Mitgliedern, die diesen Sport schon jahrelang ausüben, und denkt, „das lerne ich nie“.

Mein Fazit: Meister fallen gewöhnlich nicht vom Himmel. Jeder, der etwas Neues lernen will, muss neben Neugier und Freude auch eine grosse Portion Durchhaltewille, Frustrationstoleranz und im Jiu zudem auch eine gesunde Portion „Schmerzfähigkeit“ mitbringen. Um Meister zu werden, muss man unzählige Male jemanden geworfen, sich x-Mal aus exakt demselben Würgeangriff befreit und auch einige blaue Flecken eingesteckt haben. Man kann jede einzelne Technik nicht oft genug ausgeführt haben. An den aufsteigenden Gurtfarben und an den Mitgliedern, die man für ihre Fähigkeiten bewundert, kann man erkennen, wie sich der Fleiss im Jiu auszahlt. Übrigens kann man sich von den Filmen mit Steven Seagal, Jean-Claude Van Damme oder Walker Texas Ranger durchaus inspirieren lassen und neue „Abwehrtechniken“ abschauen J.

Simone

Ranking Turnier in Niederbipp vom 28.2.16

Samstag, Juni 11th, 2016 | Allgemeines, Judo Anlässe | Kommentar verfassen

Aarauer Nachwuchs Judokas holen zweimal Gold und zweimal Bronze!

Es versprach ein guter Tag zu werden, denn die gemeldeten Judokas hatten bereits Turniererfahrung und hatten dort auch bewiesen, dass viel Talent in ihnen steckt!

Daher war meine Vorfreude gross und es machte mir nichts aus, schon um 7:15 Uhr in Niederbipp zu sein. Der Wiegebeginn wurde den ganzen Tag über eingehalten und auch von vergessen gegangenen Judokas ist mir nichts bekannt. Einzig die Wartezeiten von Wiege-Ende bis Kampfbeginn waren am oberen Limit. Doch die Schüler B hatten auch morgens schon einen guten Geduldsfaden und wärmten sich unter der Anleitung des Coaches ordentlich ein.

Schon die ersten Kämpfe boten Spektakel und Spannung. Doch die wahre Spannung begann natürlich erst mit den Kämpfen der Aarauer Judokas. J

Der Erste von ihnen war Tim Röhler, der direkt zeigte, dass er wach und konkurrenzfähig ist. Er gewann seinen ersten Kampf und zog dasselbe auch bei den weiteren durch. Bei seinen Kämpfen zeigte er, dass auch im Wettkampf saubere und schöne Techniken zum Einsatz kommen können. Mit einem wunderschönen Uchi-mata flog der Gegner auf die Matten. Dafür gab es auch das verdiente Ippon!

Gleich weiter ging es mit den Kämpfen von Cédric Dumont, der es seinem Kollegen gleichtat und alle seine Kämpfe verdient gewann. Alle beide hatten Judo vom Feinsten gezeigt und damit bewiesen, dass die Wettkämpfer von Aarau nicht verschwunden sind! Ich hoffe doch stark auf ein Comeback der Zeiten, in denen sich viele Aarauer für Wettkämpfe anmeldeten.

Mit den guten Ergebnissen vom Morgen gingen alle in den verdienten Mittag. Dieser wurde für mich etwas in die Länge gezogen, da plötzlich die Reihenfolge der Kategorien geändert worden war. Am Morgen kämpften die Schüler B, über den Mittag die Schüler A und zuletzt die jüngsten, die Schüler C. Da sich leider niemand für die Kategorie A meldete, gab es einiges an Freizeit für mich, dem aarauer Coach.

Die Kämpfer der Schüler A zeigten Judo vom Feinsten und die Stimmung in der Halle war unglaublich. Keiner schenkte dem anderen auch nur ein Yuko, und so konnte sich auch der Führende niemals sicher sein auch wirklich der Erste zu bleiben.

Am Nachmittag standen nochmals zwei Judokas aus Aarau auf den Tatami und gaben ihr Bestes, namentlich Timo Steiner und Joël Henauer. Diesmal reichte es zwar nicht aus um alle Kämpfe zu gewinnen, aber die Bronze Medaille lag dennoch für beide drin!

Mit einem Gefühl von Erfolg und Stolz durfte jeder unserer Judokas nach Hause und auch ich bin stolz und habe Freude an den jungen Nachwuchs-Sportlern.

Ich hoffe, ich darf auch dich bald einmal an einem Wettkampf begrüssen!

Bericht, Coaching & Fotos

Larissa Studer

Anfängerturnier in Wetzikon vom 10.4.2016

Samstag, Mai 7th, 2016 | Allgemeines, Judo Anlässe | Kommentar verfassen

Zum ersten Mal wurden wir dieses Jahr vom Judo Club Wetzikon (ZH) zu ihrem Anfänger-/Nachwuchsturnier eingeladen. Trotz des weiten Anfahrtsweges meldeten sich 4 unserer Judokas an. Tatsächlich erschienen dann jedoch nur 3, was aber immer noch eine schöne Zahl ist. J

Um 8 Uhr in der Früh war Hallenöffnung und bereits eine Viertelstunde danach war der Wiegebeginn für die neu eingeführte Kategorie <Schüler D>, in der die jüngsten ihre Kampfkünste zeigen dürfen. Im Unterschied zu den anderen Kategorien werden hier jedoch keine Medaillen verteilt.

Wie man dann über Lautsprecher erfuhr, probierte der JCW heute etwas Neues aus. Die Kategorien-Blätter die normalerweise in gedruckter Form an den Wänden hängen, sollten nun auch auf der Homepage aktuell ersichtlich sein. Etwas worüber ich mich als Coach selbstverständlich freute.

Zu diesem Turnier waren Judokas aus der ganzen Schweiz eingeladen worden, und gekommen. So kam es dann auch, dass unsere Aarauer Judokas sich mit denjenigen aus Schaffhausen einwärmten. Schon da konnte man erkennen das heute spannende Kämpfe stattfinden würden, denn schon bei den Übungs-Randori konnte keiner so richtig obsiegen!

Zügig begannen dann auch die Kämpfe, welche auch um diese frühe Tageszeit schon ihre Zuschauer hatten. Und wie das aufgrund des Einwärmens zu erwarten war, wurde um jeden Punkt gekämpft, und keiner schenkte dem anderen auch nur das Geringste. Doch unser Judoka, Fabian Radam, setzte sich in jedem seiner Kämpfe durch, und errang so den ersten Platz! Da in dieser Kategorie aber wie gesagt keine Medaillen vergeben werden, standen diese Judokas ohne Medaillen, aber doch mit einem strahlenden Lächeln auf dem Podium.

Als nächstes stand die Kategorie der Schüler C an, in der Florin Märki sein Glück versuchte. Trotz seiner geringen Wettkampferfahrungen lieferte er eine solide Leistung ab, und konnte sogar einen Kampf für sich gewinnen, während er die anderen nur knapp verlor. So reichte es schlussendlich für die Silberne Medaille!

Zu guter Letzt für heute kämpfte Marius Niggler in der Kategorie Schüler B. Dieser trat trotz Rückenschmerzen an und zeigte ein starkes Judo. Durch die Einschränkung des schmerzenden Rückens konnte er zwar nicht gewinnen, aber doch den einen oder anderen Punkt holen und dem Publikum schöne Würfe zeigen. Am Ende reichte es für ihn zur Bronze Medaille.

Herzlichen Glückwunsch nochmals diesen drei Nachwuchs-Judokas! Es waren allesamt super motiviert und es hat mir grosse Freude gemacht der Coach hinter euch zu sein.

Larissa Studer

Denis Guelat Stage vom 5. März 2016

Montag, April 11th, 2016 | Allgemeines, Ju Jitsu Anlässe | Kommentar verfassen

Es ist schon bald wieder über einen Monat her, seit die Stage mit Denis Guelat am 5. März 2016 war. Wie jedes Jahr konnte auch diesmal wieder jeder etwas davon für sich mitnehmen. Die vielen verschiedenen Versionen des Ude garami und der Würgeabwehren brachten Köpfe zum Rauchen und Glühbirnen zum Leuchten. Bereits in den normalen Trainings spürte man die Nachwirkungen der Stage. Denn Denis hat auch wieder darauf aufmerksam gemacht, dass wir hier Selbstverteidigung praktizieren und deshalb nicht nur stur die tollen Hebel und Würfe machen können, ohne dass wir uns  in einer Kampfsituation befinden und dort eine entsprechende Lücke sehen, wo wir überhaupt erst ansetzen können. Denis hat uns das so vermittelt, dass er uns erst ein „Vorgeplänkel“ machen liess, eine Kampfsimulation in welcher wir dann reagieren mussten und die entsprechende Abwehr anwenden sollten. Soweit ich das sehen konnte, kamen alle ins Schwitzen und konnten die eine oder andere Technik für sich mitnehmen.

Jedenfalls war es wieder eine gelungene Stage!

Für weitere Fotos besucht bitte den Memberbereich.

Clubmeisterschaft JJJC Aarau, 19. März 2016

Montag, April 11th, 2016 | Allgemeines, Judo Anlässe | Kommentar verfassen

Am 29. März konnten wir die diesjährige Clubmeisterschaft vom Judoclub Aarau im Dojo durchführen. Dieses Jahr durften wir sogar noch einige Kämpfer vom Judoclub Baden-Wettingen bei uns auf den Matten begrüssen.

 

Nach einem gemeinsamen Angrüssen und Einwärmen wurden die Kategorien festgelegt und dann gleich mit den ersten Kämpfen begonnen. Wie jedes Jahr wurden die Kinder tatkräftig von ihren Eltern, Verwandten und Bekannten angefeuert und unterstützt. Allesamt waren sehr motiviert und wir konnten schöne Würfe und Festhalter bewundern. Nachdem alle Kategorien ausgekämpft waren, führten wir unsere obligate “Open”-Kategorie durch. Dabei konnten sich alle Kinder, die nochmals kämpfen wollten, miteinander messen. Diese Begegnungen wurden ausgelost, das heisst es konnten auch die Grössten gegen die Kleinsten kämpfen. Da wir im Judo aber bereits in den Trainings auch verschiedenaltrige Kinder miteinander trainieren lassen, verliefen diese Kämpfe sehr fair und erfreulich. Nachdem alle Kategorien abgeschlossen waren, konnten wir uns am Kuchenbuffet erfreuen, das freundlicherweise von diversen Eltern spendiert wurde – Vielen Dank dafür! 🙂

 


Alles in allem war die Clubmeisterschaft ein grosser Erfolg und wir freuen uns bereits auf nächstes Jahr.

GV 2016 vom 11. März 2016

Montag, Februar 29th, 2016 | Allgemeines | Kommentar verfassen

Hi Leute

Schon bald, nämlich am Freitag, 11. März 2016 um 19:30, treffen wir uns im Landgasthof Hirschen in Erlinsbach zu unser 56. Generalversammlung.

Hier ist Traktandenliste.

Traktandenliste GV 2016 (56.87 kB)

Anträge sind bis Dato keine eingegangen.

Könnt ihr euch noch an die Logos mit den Plätzen 1-3 erinnern? Hier nochmals die Logos zu Erinnerung, beginnend mit dem Gewinner:

vorschlag3       Judo & Jiu Jitsu Club Aarau_Layouts_03Bild (10)

Unser Grafiker hat nun versucht diese 3 Vorschläge zu vereinen und die verschiedenen Elemente aus den Wettbewerbs-Gewinnern grafisch umzusetzen. Die Schwierigkeit dabei war, den Drittplatzierten ebenfalls mit einfließen zu lassen, da er sich doch sehr von den anderen Beiden unterscheidet. Doch die Verschmelzung von Platz 1 und 2 finde ich sehr gelungen. Die Logos wurden vom Profi so gestaltet, dass sie nicht zu überladen wirken und doch die verschiedenen Elemente (wie z. B den Tempel, den roten Kreis und die Andeutung einer Adlerschwinge) abbilden.

Daraus sind in meinen Augen 3 sehr schöne Varianten entstanden. Jetzt habt ihr die Qual der Wahl. Eine Variante werden wir an der GV auswählen. Diese Variante wird dann nochmals detailliert und ausgearbeitet, weshalb pro Variante noch mehrere Möglichkeiten abgebildet sind (z.B. Tempel mit Pinsel oder Abstrakt).

Schaut euch die Logos schon mal an, damit wir uns an der GV schneller entscheiden können.

Variante 1:

logo1_1 logo1_2

Variante 2:

logo2_1 logo2_2

Variante 3:

logo3_1 logo3_2

Bis bald!

Viele Grüsse

Stefan Vogel (Präsi)

 

Keine Angst! Kein Spoiler! – S.O.N.G.

Dienstag, Februar 23rd, 2016 | Allgemeines, Blog | Kommentar verfassen

Ich weiss nicht wie es euch geht, aber mir persönlich gefallen Filme und Serien sehr gut. Die Spannung, die Twists, das Mitfiebern und die Genugtuung, wenn die richtige Seite ihr Ziel erreicht. Einen Film habe ich besonders als Teenager mit meiner Schwester gerne angeschaut. „Miss Undercover“! Dieser Film, falls ihr ihn noch nicht kennt, geht eigentlich um die Verwandlung vom hässlichen Entlein in den schönen Schwan: Eine FBI-Agentin (gespielt von Sandra Bullock), die nicht viel für die schönen Seiten des Lebens übrig hat, aber sehr ehrgeizig ist, muss als verdeckte Ermittlerin in die Miss United States-Wahl als Kandidatin eingeschleust werden, um einen Bombenleger zu schnappen. Soviel zum Klappentext. (Wenn ich mir diese Zusammenfassung anschaue, ist der Film ziemlich seicht, was die Handlung anbelangt. Aber ich kann euch versprechen: Er ist zwar nicht gerade anspruchsvoll aber sehr unterhaltsam! 😉 ) Jedenfalls zeigt Sandra Bullock einmal eine simple Abwehrkombi, die sie mit dem Merkspruch „S.O.N.G.“ verbunden hat. Beim Angriff kommt einer von hinten und versucht sein Opfer über den Armen festzuhalten. Als erstes verlagert der Abwehrende, wie wir es aus dem Jiu kennen, seinen Schwerpunkt nach unten, so dass die Füsse am Boden bleiben. Danach haben wir die Bewegung, die Röle uns als Lambada beigebracht hat, plus einen Ellbogenschlag in den Solaplexus. Um sich weiter zu lösen, tritt sie dem Angreifer auf den Fuss. In der deutschen Übersetzung nennt sie es den Onkel. Falls der Angreifer dann immer noch nicht losgelassen hat (bzw. der Abwehrende lässt dem Angreifer auch gar nicht genug Zeit, um zu realisieren, was gerade mit ihm passiert – wo bliebe sonst der Spass?! ), gibt es einen Kopfstoss nach hinten auf die Nase des Gegners. Spätestens jetzt löst der Angreifer seine Arme um sein Gesicht vor weiteren Schäden zu bewahren. (Ist ein angeborener Reflex. Wenn Schmerzen im Gesicht vorkommen, hebt man die Hände davor.) Der letzte Buchstabe bezeichnet die Glocken: Nachdem der Angreifer nun leichte Rückenlage hat, seine Hände im hoffentlich tränenden Gesicht, ist es nur noch ein kurzer Weg bis zu den Weichteilen und der Verteidiger muss sich nicht einmal dazu umdrehen. Es ist immer gut sich weiterzubilden und sich inspirieren zu lassen, wenn es um Techniken geht. Am Ende ist es auch einfach nur gut einen Abend mit seichter Unterhaltung und richtig leckerem Butterpopcorn zu verbringen. Dafür trainieren wir ja 😉

Für jene, die es interessiert: Im englischen Original ist der Merkspruch „S.I.N.G“ (Solaplex, Instep, Nose, Groin). Finde ich irgendwie passender. „Sing“ ist nicht nur das Verb und somit ein Aktionswort, sondern kann auch als Imperativ/Befehlsform angeschaut werden. Also als Aufforderung zum Handeln. „Song“ dagegen ist ein Nomen/Substantiv. Es ist eher etwas Statisches, Passives. Es braucht das Verb, um in Aktion zu treten.

Joëlle

Ju Jitsu Stage mit Denis Guelat am 5.3.2016

Dienstag, Februar 9th, 2016 | Ju Jitsu Anlässe | Kommentar verfassen

Denis Guelat kommt zum neunten Mal nach Aarau und die, die bereits einmal dabei waren, wissen, dass es sich auf jeden Fall lohnt diesen Kurs zu besuchen. Wer noch nie an einem Kurs von ihm teilgenommen hat, kann sich auf der Homepage Fotos der letzten Stagen anschauen. Das sollte endgültig überzeugen!

Meldet euch an!

Hier noch der Link zur Kursausschreibung:

Kursausschreibung_Denis Guelat_5.3.16

Alltag einer Kampfsportfamilie – Ablauf eines Judowettkampfes

Samstag, Januar 16th, 2016 | Blog | Kommentar verfassen

Yuko!“

Waza-ari!“

Der Arm der Kampfrichterin deutet waagerecht auf die beiden Kämpfenden auf den Boden. Miriam und Julie haben sich vorgebeugt und verfolgen das Ganze mit angehaltenem Atem.

Ippon!“

„Mami“, fragt mich Miriam*, „was bedeutet das alles, was die Richterin da ruft?“

„Hm …“

„Warum hält sie den Arm so?“, setzt Julie* nach.

„Ähm … keine Ahnung.“

Zwei Augenpaare sind unentwegt auf mich gerichtet. Ganz klar, meine Mädchen werden sich mit dieser Antwort nicht zufrieden geben. Zeit also für ein wenig Recherche:

Zu Beginn werden die Kämpfer aufgerufen. Der eine bindet sich zusätzlich zu seinem Gurt einen roten und der Gegner einen weissen Gürtel um, damit die Kämpfenden – besonders bei gleicher Gurtfarbe – auseinander gehalten werden können. Beide Judokas begeben sich rechts und links an den Mattenrand und verbeugen sich auf ein Zeichen des Kampfrichters hin, bevor sie die Wettkampfmatte betreten. Dort verbeugen sie sich ein zweites Mal.

Der Kampf beginnt mit dem „Hajime“ des Richters. Ziel ist es nun, den Gegner an der Judojacke zu packen und zu Fall zu bringen. Während des Kampfes werden Punkte gesammelt.

Schafft man es, den Gegner so zu werfen, dass er auf die Seite fällt, oder ihn für mindestens zehn Sekunden in einer Haltetechnik zu fixieren, heisst es „Yuko“ (= grosser technischer Vorteil). Der Arm des Richters deutet schräg nach unten.

Ein „Waza-ari“  (= halber Punkt) wird gegeben, wenn der Gegner so geworfen wird, dass sein Rücken teilweise die Matte berührt, oder er in einer Haltetechnik für mindestens fünfzehn Sekunden gehalten wird. Beim „Waza-ari“ hält der Kampfrichter seinen Arm waagerecht.

Ippon“ (= ganzer Punkt) ist die höchste Wertung. Er wird gegeben, wenn der Gegner mit Kraft und Geschwindigkeit auf den Rücken geworfen oder er in einer Haltetechnik für mindestens zwanzig Sekunden fixiert wird. Genauso ist es möglich, den Gegner mit einer Hebel- oder Würgetechnik so lange festzuhalten, bis er mittels Abklopfen aufgibt (Aber: Erst ab 14 Jahren darf gewürgt und ab 17 Jahren gehebelt werden!). Bei einem „Ippon“ hebt der Richter seinen Arm senkrecht hoch, und der Kampf ist vorbei. Hat man zwei „Waza-aris“, erhält man einen „Ippon“ und hat den Kampf gewonnen.

Wenn der Richter „Mate“ ruft, ist der Kampf unterbrochen und man begibt sich in die Ausgangsposition zurück. Erst nach einem erneuten „Hajime“ darf der Kampf fortgesetzt werden.

Nach dem Kampf lösen sich die Judokas voneinander, stellen sich gegenüber auf und ordnen ihren Judogi und den Gurt.  Der Kampfrichter gibt durch die erhobene Hand den Sieger bekannt. Danach verbeugen sich die Kämpfer nach der Aufforderung des Richters, reichen einander die Hand und begeben sich aus dem Kampffeld, wo sie sich nochmals verbeugen. Der Sieger nennt am Kampfrichtertisch seinen Namen.

Während des Kampfes kann es passieren, dass man eine Verwarnung („Shido“) kassiert. Beispielsweise, wenn man sich längere Zeit „passiv“ verhält oder blockt. Beim vierten „Shido“ hat der Gegner gewonnen.

Bei besonders schweren Verstössen, zum Beispiel bei unsportlichem Verhalten oder Gefährdung der Gesundheit mit verbotenen Techniken, wird man disqualifiziert (Hansoku-make), und der Gegner hat den Kampf gewonnen.

Ist die Kampfzeit abgelaufen, und keiner der Kämpfenden hat einen „Ippon“ geschafft, zählt die höchste Punktzahl. Diese ist auf der Wertetafel anhand der Ziffern ersichtlich. Die Zehner-Ziffer steht für die Anzahl „Yukos“ und  die Hunderter-Stelle für die „Waza-aris“.

Ina

* Namen sind Pseudonyme

 

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