Archive for Mai, 2009
Schülerturnier in Brugg
Sonntag, Mai 17th, 2009 | Judo Anlässe | Keine Kommentare
Das Turnier in Brugg wurde auch dieses Jahr rege besucht. Die Kinder können sich an diesem Turnier mit anderen des gleichens Niveaus messen und zugleich lehrreiche Kampferfahrung sammeln.
Die neun Teilnehmenerinnen und Teilnehmer zeigten nicht nur schönes Judo, sondern auch einen tollen Umgang untereinander. Es wurde angefeuert, gejubelt und auch getröstet, wenn es einmal nicht ganz verlief wie man es gewollt hätte.
Eine Rangliste findest du im Dojo oder auf der Homepage vom Judoclub Brugg.
Ju Jitsu-Stage in Wien
Freitag, Mai 15th, 2009 | Ju Jitsu Anlässe | Keine Kommentare
Am Freitag, 15.5.2009 um 21.45 Uhr trafen wir uns am Bahnhof Aarau, vollbepackt mit unseren Taschen. Zuerst gingen wir mit dem Zug nach Zürich wo wir in den nächsten umstiegen und es uns dort in den Schlafwagen gemütlich machten. Am Samstag etwa um 8.00 Uhr kamen wir, nach einer etwas unruhigen Nacht, in Wien an. Als erstes gingen wir in ein Restaurant, dessen Name mir bedauerlicherweise entfallen ist, und tranken erst einmal etwas. Gefrühstückt hatten wir schon im Zug. Danach gingen wir zu unserem Hotel, in welchem wir leider vorerst nur ein Zimmer beziehen konnten. Wie dem auch sei, wir luden einen Teil des Gepäcks dort ab und machten uns wieder auf den Weg. Mit der U-Bahn fuhren wir zum Stephansdom auf dem gleichnamigen Platz, ein, wie ich sagen darf, sehr eindrucksvolles Bauwerk. Nachdem wir zu Mittag gegessen hatten, trennten sich Sandra und Nadja von uns und wir restlichen fuhren zum Sportzentrum, wo die Stage stattfand. Nach einigen Anläufen fanden wir dann auch den richtigen Eingang und konnten uns in Ruhe fertigmachen.
Die Stage fand in einer grossen Sporthalle mit ausgelegten Tatamis statt. Viele Leute aus verschiedenen europäischen Ländern waren gekommen. Es waren Ukrainer, Engländer, Deutsche, Rumänen, Schweizer, Spanier, Italiener und selbstverständlich Österreicher sowie einige andere vertreten. Am Anfang stellten wir uns ganz normal auf und man erklärte uns, wie alles ablaufen sollte. Gelbgurte und Weissgurte, Orange und Grüngurte trainierten zusammen usw. Jede Gruppe hatte einen kleinen Teil der Matten zum Trainieren. Zahlreiche Schwarzgurt- und Rotgurtträger kamen bei den Gruppen vorbei und lehrten ihre Techniken. Nach einer halben oder gar einer ganzen Stunde wechselten die Senseis und Hanshis die Gruppen. Wir sahen viele Techniken, doch wirklich aufnehmen konnte man nur sehr wenige. Mir gefiel es mit verschiedenen Europäern zu trainieren und ihre verschiedenen Techniken etwas kennen zu lernen. Leider hatten wir, trotz der grossen Halle ein bisschen Platzprobleme und am Ende des ersten Teils, waren schon viele aus der Puste und trainierten auch nicht mehr richtig. Zum Schluss stellten wir uns nochmals auf und bekamen die Informationen betreffend Büffet und den Ablauf des nächsten Tages in charmantem österreichisch und etwas dilettantischem englisch zu hören. Danach löste sich die Menge auf. Einige blieben noch um ein paar Techniken zu üben. Aber mit der Zeit leerten sich die Matten vollständig.
Frisch geduscht und umgezogen fuhren wir wieder ins Hotel und bezogen nun alle unsere Zimmer. Wir spazierten am Abend gemütlich durch Wien und genossen die mit Laternen strahlende Innenstadt. Ziemlich schnell fanden wir ein Restaurant, wo wir echte Riesenwienerschnitzel, Palatschinken und Medaillons im Pfandrl schlemmten. Es war ziemlich still am Tisch und alle schienen sehr müde, was uns aber nicht davon abhielt nachher noch in ein schmuckes Café zu gehen und eine heisse Schokolade mit Schlag, Kaffee oder Tee zu trinken. Danach kehrten wir ins Hotel zurück.
Am nächsten Morgen trafen wir uns um 8.00 Uhr im Frühstückssaal und mampften müde unsere Brötchen. Nachdem wir gepackt und unsere Zimmer frei gemacht hatten, gingen wir zum zweiten Teil der Stage. Am Sonntag waren die Trainer jeweils nur noch 10 Minuten bei der jeweiligen Gruppe, sodass alles einen sehr gehetzten und unruhigen Eindruck hinterliess. Man hatte fast keine Gelegenheit die Techniken richtig aufzunehmen. Leider blieb dann auch nur eine 10minütige Ninjutsu Lektion. Ich hatte den Eindruck, dass der einzige Unterschied zum Ju-Jutsu darin besteht, die Leute schwer zu verletzen oder gar zu töten. Ziemlich seltsam! Leider konnte man nicht gerade viel von diesem Sonntagstraining profitieren, alles ging viel zu gehetzt von statten. Teilweise verliessen die Leute vorzeitig die Stage, da diese nicht mehr viel brachte. Zur Beendigung der ganzen Stage, trainierten noch alle Gruppen zusammen, was amüsant war. Schlussendlich vergab der Präsident des EJJU (European Jiu-Jitsu Union) noch Urkunden für verschiedene bestandene Dan-Prüfungen. Nachdem den Trainern gedankt worden war, halfen noch alle die Tatamis aufzuräumen. Das war der Abschluss der Stage.
Das Gepäck liessen wir in Schliessfächern am Bahnhof zurück. Es war ein schöner, sonniger Nachmittag. Nach dem Mittagessen auf einem fest getauten Schiff auf einem Nebenfluss der Donau unternahmen wir alle einen gemütlichen Spaziergang. Es war strahlend schön und es waren erstaunlich wenige Leute am Flussufer unterwegs. Nach einiger Zeit entschieden wir uns zum Prater, einem Vergnügungspark, zu gehen. Dort trennten wir uns und machten wozu jeder noch Lust hatte, sei es mit einer der Bahnen, zum Beispiel dem Riesenrad (es war tatsächlich riesig), Geisterbahn, oder dem Karussell zu fahren oder was man sonst in einem Vergnügungspark noch so machen kann. Gegen Abend brachen wir dann zum Bahnhof auf und liessen Wien hinter uns.
Joélle Fischer
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